Ursprünglich wollte ich mit der Frage anfangen: ‚Gibt es einen Gott?‘ Aber diese Frage hatte ich als zu banal empfunden. So möchte Ich folgende Frage stellen: ‚Wann haben Sie das letzte Mal Gott gespürt? Wann haben Sie das letzte Mal Gott flüstern gehört? Wann haben Sie das letzte Mal Gott gesehen? Als Sie eine Blume betrachtet haben? Als Sie weit in den sternenklaren Himmel gestarrt haben, oder als Sie über die innere Schönheit eines Kindes gestaunt haben?‘
Ich will Ihnen etwas verraten. Gott ist überall. Gott ist in allem. Gott ist allgegenwärtig. Nicht alles ist aber Gott! Wenn man jedoch richtig hinschaut, kann man überall Seinen Fingerabdruck sehen. Sein Abbild. Seine Güte und Seine Liebe.
Ich kann mir schon vorstellen, was in Ihnen aufbrodelt. ‚Wie kann ein liebender Gott so viel Unheil und Leid zulassen?‘ Eine Frage, die Sie schon fast gegen Gott aufhetzt. Und das ist verständlich. Gott möchte sogar, dass man erkennt, dass da was nicht passt. Nun liegen Sie aber nicht richtig mit diesem Gedanken. Es ist nicht Gott, Der hier etwas falsch gemacht hat oder falsch macht. Es sind Sie und ich! Sie sind Mitschuld an allem Unheil, Bösem und Grausamem was gerade jetzt auf der ganzen Welt passiert. Genau Sie und ich!

Alles was Gerechtigkeit ist, alles was Liebe ist, alles was Güte ist, das alles ist Gott. Alles andere hat sich von Gott entfernt und getrennt. Alles, was nicht in Gott ist, ist abscheulich, schlecht und böse. Gott ist der Einzige, Der gut ist, ansonsten nichts und niemand; und ohne Gott können wir nichts Gutes anrichten, egal wie gut unsere Absichten sind. Ohne Gott gehen wir unter und sind für immer verloren. Klingt gar nicht gut – ist aber so. Das ist gar nicht so leicht zu verstehen und zu glauben. Sogar jene, die jahrelang oder sogar jahrzehntelang jeden Sonntag zum Gottesdienst gehen, möchten das nicht so ganz wahrhaben und glauben, aus eigener Kraft etwas Gutes anrichten zu können. Falsch!
Gibt es nun einen Gott oder nicht? Können wir dem vertrauen was wir einmal gespürt haben? Wir könnten.. tun es aber selten. Man kann Gott mit Hilfe von Natur- oder Geisteswissenschaften nicht beweisen – jedoch gibt es ein leicht nachvollziehbares Indiz.
Zusammengefasst: Es gibt in uns das Gesetz der menschlichen Natur, wie es, unter anderem auch der christliche Apologetiker C.S. Lewis, nennt. Es besagt, dass Recht und Unrecht der Wegweiser zum Sinn des Universums und des Lebens ist. Wir alle kennen Situationen, in denen sich Zwei streiten und Aussagen zu hören sind wie «Das gehört mir, du kannst es nicht einfach nehmen!» oder «Drängle dich nicht vor!» oder «Komm schon, du hast es versprochen!». Egal welcher Religion wir angehören oder ob jemand Atheist ist – Jeder hat an seinem Nächsten gewisse Erwartungen, und diese Erwartungen richten sich nach einem Maßstab, der im Normalfall von jedem respektiert wird – zumindest kennen alle diesen Maßstab. Auch wenn jemand ganz alleine im Wald aufgewachsen wäre, ohne dass jemand ihn über diesen Maßstab aufgeklärt hätte, würde er eine Person als freundlich bzw. als gut einstufen, wenn diese ihm etwas zu essen geben würde. Falls aber diese Person ihm etwas wegnehmen würde, würde er diese sofort als ungerecht und böse ansehen.
Dieses Naturgesetz, das wir in uns haben, drängt uns dazu uns in einer gewissen Weise zu verhalten. Trotzdem übertreten wir dieses Naturgesetz ständig. Diese beiden Tatsachen sind die Grundlage für ein klares Denken über Gott, über das Leben und über uns selbst. Und von hier aus können wir sehr einfach zum wahren Gott gelangen – wenn wir es wollen. Ich empfehle das Buch ‹Pardon, ich bin Christ› von C.S. Lewis, um mehr über dieses Thema zu erfahren.
Man könnte viel über dieses Naturgesetz reden und mit vielen Erklärungen kommen, aber schlussendlich geht es nicht ums Verstehen, sondern ganz allein ums Glauben und durchs Glauben zur Erkenntnis zu kommen. Darauf komme ich aber noch zurück – jetzt aber möchte ich zum Evangelium kommen, zur Guten Nachricht, um die sich alles dreht – nicht nur in diesem Artikel, in unseren Gemeinden, in unserer Religion, oder in dieser Welt, sondern in absolut allem, was wir als existierend erkennen oder zu erkennen glauben. Das Evangelium zeigt Gottes prägnantesten Charakterzug. Es besagt, dass Gott Liebe ist, dass Er sich aus Liebe selbst opfert und wir dadurch frei die Vergebung aller Sünden, durch Seine unendliche Gnade erhalten. Und wenn man sich jetzt fragen würde, für was man diese braucht, dann bin ich glücklich, ankündigen zu können, dass Sie genau deswegen hier auf dieser Welt sind, nämlich um das Leben zu finden! Es ist das eigentliche, unendliche Leben, für das Sie ursprünglich erschaffen wurden. Und ich sage absichtlich erschaffen. Er hat uns nach seinem Abbild erschaffen – und uns nicht gezeugt! Wir sind nicht aus Gott hervorgekommen, sowie sein einziger Sohn Jesus Christus gezeugt wurde. Wir haben das Leben ‹Bios› in uns, aber nicht das sogenannte Leben ‹Zoe›, das Jesus in sich hat. Unser Leben wird eines Tages zu Ende gehen – Gott ist jedoch das wahre Leben und besteht für die Ewigkeit.

Es gibt nur einen einzigen Weg, ein Kind Gottes zu werden und die Natur Gottes zu bekommen! Und jetzt zurück zu unserer Frage: „Wohin sollen wir gehen?” Wer möchte das gar nicht wissen? Gibt es jemanden, der nicht das richtige Leben haben möchte und den Sinn dieses Lebens finden möchte? Vielleicht denkt sich jemand: ‹Brauch ich nicht unbedingt. Ich bin auch so mit meinem Leben zufrieden und mir reichen auch 80 Jahre Leben.› Das Problem ist, das alles, was nicht zu Gott gehört, sich gegen Gott aufrichtet und sich zum Feind Gottes macht. Und da gibt es noch die Hölle, über die nicht sehr gerne geredet wird. Aber diese ist so real wie der Himmel – viel realer als unsere Welt. Viel realer als der Schmerz und die Trauer, die man je erlebt hat. Der Geist, den wir in uns tragen, wird ewig bestehen und vielleicht ist die Hölle nur das, wo unserem Geist alles Leben entzogen wird und das wird sich so anfüllen, als würden wir für immer brennen. Ich kann mir trotzdem nur schwer vorstellen, was Hölle genau bedeuten mag und ich denke wenig über die Hölle nach, aber viel über Gott und den Himmel. Wir sollten nicht vor der Hölle weglaufen, denn so würden wir wahrscheinlich in ihr landen. Wir sollten zu Gott laufen.. zu Jesus, denn wo Jesus ist, ist Himmel!

Es gibt nur zwei Dinge, die man zur Auswahl hat und an dieser Stelle möchte ich etwas aus dem 5. Buch Mose (Deuteronomium) Kapitel 30 zitieren: „Sondern das Wort ist sehr nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen, so daß du es tun kannst. Siehe, ich habe dir heute das Leben und das Gute vorgelegt, den Tod und das Böse. [..] so erwähle nun das Leben, damit du lebst,..”
Wir behaupten, dass wir die Wahrheit hören möchten und auch wollen wir die Antwort auf diese Frage: «Wohin sollen wir gehen?». In der Luther Übersetzung haben wir das Fragewort ‚Wohin‘. Ich habe diese Übersetzung absichtlich gewählt, denn wir „modernen“ Menschen wollen wissen, wohin wir selbst gehen können. Wir möchten alles selbst in die Hand nehmen. Wir vertrauen keiner Person mehr und das ist wohl auch besser so. Die Frage, wie sie in den anderen Übersetzungen und anderen Sprachen steht, ist aber passender. Und diese lautet: ‚Herr, zu wem sollen wir gehen?‘ Es ist unmöglich in den Himmel, zum wahren Leben oder zu Gott zu kommen, bevor man nicht zu Jesus gegangen ist. Jesus ist die Tür! Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben! Sie müssen zu Jesus gehen! Wie? Ganz einfach und ich möchte mich hier kurzfassen:
Glauben Sie an Jesus! Glauben Sie, dass Er der einzige Sohn Gottes ist, der vom Vater zu uns geschickt wurde, um ein perfektes Leben zu führen und somit ein perfektes Opfer für all Ihre Sünden zu werden. Jesus hat das freiwillig gemacht. Er ist am Kreuz gestorben und am dritten Tag wieder auferstanden. Der Grund dafür war Gottes Liebe zu Ihnen! Johannes 3:16 – „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.”
Und das Beste daran ist: Es ist kostenfrei für uns! Nur durch Gottes Gnade bekommen wir Seine Errettung und das ewige Leben! Das einzige, das wir tun müssen, ist unser altes Leben aufgeben (Träume, Zukunftspläne, egoistische Wünsche und Vorstellungen) denn es hat nichts Gutes an sich – das wird man sofort erkennen sobald man vor Jesus steht. Warum nicht eine 20 m² Garconniere im Nirgendwo aufgeben, um in einem königlichen Palast mitten in der schönsten Stadt einzuziehen? Und dieser Umzug findet noch in diesem Leben statt.

Sobald Sie geglaubt haben und Jesus als Ihren Retter und Herrn akzeptiert haben werden Sie neugeboren – und das wird man merken – vielleicht nicht sofort, aber bald werden Sie erkennen, dass Sie sich verändert haben. Sie werden ein neuer Mensch sein, der das Leben Jesu in sich trägt und das einzige, das Sie machen müssen, ist Ihr Herz jeden Tag der Führung Jesu zu überlassen. Und allein Er wird es schaffen Ihr Leben in die richtige Richtung zu lenken.

Matthäus 10:39 – „Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es finden!”

Zurück zu unserer Frage: „Wohin sollen wir gehen?” oder die aktualisierte Frage: „Zu wem sollen wir gehen?”
Ich habe Sie mit dieser Frage im gewissen Sinn reingelegt, denn es ist eigentlich nur eine rhetorische Frage und keine eigentliche Frage. Damit Sie wissen was ich meine, möchte ich den ganzen Vers zitieren und auch den darauffolgenden Vers:

„Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte ewigen Lebens;  und wir haben geglaubt und erkannt, daß du der Christus bist, der Sohn des lebendigen Gottes!”- Johannes 6:68-69

Daniel Cendes